Jan Hünermann

12. June 2018 - Ghost towns.

Seit langer Zeit bin ich fasziniert von Blogs und Tage­büch­ern. Ich weiß nicht was es ist, aber irgend­wie ver­mit­teln sie mir einen so per­sön­lichen und inter­es­san­ten Ein­blick in den Kopf und das Leben eines anderen Men­schen. Vor allem im Inter­net. Dieser end­los leere Raum von Nichts, in den man ein­fach hineinre­det, ohne jemals jegliche Antwort zu erwarten. Ich glaube, genau das ist es, was das Web so beson­ders für Blogs macht. Man erwartet, dass es kein­er liest, dass kein­er zuhört. Wie in ein­er Geis­ter­stadt. Daher schreibt man so wie man ist, über die pri­vat­esten aller Dinge. Nicht wie in Social Media, wo man gezwun­gen ist den per­fek­ten Men­schen zu verkör­pern ohne Makel und ohne Fehler. Man ist der­jenige, der man sein will. Mit Fehlern und Makel. Und genau das ist der Grund, warum Blogs für mich so unendlich span­nend sind. Man schaut in Tausend Per­sön­lichkeit­en, raw” und ohne Filter.

- Jan